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Wie ich aussehe, haben Sie ja schon auf der Startseite gesehen. Also, ich bin ein Schapendoes! Meine Vorfahren hüteten schon vor über 100 Jahren Schafe in den Niederlanden. Sie waren schnell, wendig, sehr intelligent, freundlich, lernfreudig- und arbeitswillig.    So wie ich eben.

Ich weiß nicht genau, was damals passierte. Jedenfalls verloren wohl irgendwann die Menschen den Spaß an Schafen - und auch an Schapendoezen. Nach dem zweiten Weltkrieg gab es in Holland nur noch ganz wenige von uns. Aber einige Leute besannen sich auf unsere Qualitäten und wollten unsere Rasse retten, weil wir doch so pfiffig und so nett sind. Sie brauchten viele Jahre dazu, ein paar Familien von uns so aufzupäppeln, daß sich daraus eine kleine Zucht aufbauen ließ. In Deutschland tauchte erst Anfang der 80er Jahre der erste Schapendoes offiziell auf.

1998 gründeten einige deutsche Schapendoes-Liebhaber die Interessengemeinschaft Schapendoes e.V. (IGS). Außerdem sind wir Schapendoezen vom VDH und von der europäischen FCI als Rasse anerkannt. Ach, das ist alles schrecklich kompliziert. Jedenfalls passen diese ganzen Verbände genau auf, daß nur gesunde und wesensfeste Schapendoezen in die Zucht kommen.

Natürlich gehört meine Mutter Gizzy, die bei Marianne (Happel) im Fichtelgebirge wohnt, dazu, ebenso mein Vater Scaramouche, der inzwischen zusammen mit meiner sportlichen Schwester Briana in Basel bei Kathrin (Glogau) lebt. Mein Lieblingsbruder Basil hat sein Domizil bei Sylvana (Pertile) in Hildesheim und ist ebenso zur Zucht zugelassen wie ich.

Das war vielleicht ein Zirkus, bis ich im Juni 2007 ganz amtlich meine Zuchtzulassung erhielt, kann ich Ihnen sagen! Erst musterten mich diverse Tierärzte: Sie tasteten mich überall ab, horchten in mich hinein, durchleuchteten mich mit Röntgenstrahlen und guckten mir auch noch ganz tief in die Augen. Und dann waren da die Wertungsrichter, die mich begutachteten. Ich mußte mich in Elmshagen bei Kassel, in Dortmund, in Hannover und in Erfurt von meinen besten Seiten zeigen. Naja, ich habe mir Mühe gegeben.

Im April 2008 war es schließlich so weit. Ich reiste mit Christina und Ulrich nach Biere bei Magdeburg. Und da traf ich Aimo zum Walpurgistanz. Wir hatten uns im Vorjahr kurz bei der Clubschau in Elmshagen beschnüffelt. Und nun sah ich ihn wieder. Ach, er ist ein wirklich stattlicher und netter Schapendoes-Rüde. Und er war auch gar nicht eingebildet, obwohl er erst kurz zuvor zum Deutschen Champion erkoren worden war. Am ersten Tag ließ uns Susanne (Schütze) in ihrem Garten spielen. Ab und zu haben wir schon 'mal geübt, was alle von uns erwarteten. (Wie peinlich!) Aber an den beiden folgenden Tagen taten wir einfach so, als wären wir ganz allein... In der zweiten Juni-Hälfte 2008 brachte ich pünktlich meinen A-Wurf, zwei Schapendoes-Mädchen, zur Welt.

Meine Tochter Adele bleibt bei mir. Sie ist mittlerweile zu einem großen Mädchen mit viel Elan, guten Nerven und einem netten Wesen herangewachsen. Sie bereichert und verstärkt unser Rudel - und, wenn sie sich weiter so gut entwickelt, wird sie sicher selbst 'mal (Schapendoes-)Kobolde in die Welt setzen.

Inzwischen ist der Juli 2009 fast vergangen und ich kann erneut Nachwuchs in die Welt setzen. Dusty von der kleinen Nierwaldvilla wird der Vater meiner B-Wurf-Kinder. Am 26. und 28. Juli hatten wir unsere entscheidenden Rendezvous. Rein technisch gesehen sind unsere Zusammentreffen regelgerecht verlaufen. 

Ich habe es geschafft. Vier Jungen und zwei Mädchen brachte ich am 58. Tag meiner Trächtigkeit, nämlich am 22. September 2009 zur Welt. Obwohl die Welpen ein paar Tage früher als (von meinen Leuten) erwartet geboren wurden, sind alle sechs wohlauf, wogen 340 bis 430 Gramm und sind putzmunter.


Mitte November 2009 hatten meine sechs Kobolde ihr Geburtsgewicht verzehn- bis verzwölffacht. Alle sind zu richtigen kleinen Schapendoezen herangewachsen, ergab die IGS-Wurfabnahme. Gut vorbereitet und unerschrocken traten sie wenige Tage später, jeder für sich, die Reise zu ihren neuen Rudeln an. - Nein, sehr traurig war ich ob der Trennung nicht, aber sehr stolz auf meine B-Wurf-Kinder, die nun in alle Himmelsrichtungen verstreut leben. Aber wir sehen uns bestimmt wieder, beim Welpentreffen und/oder bei IGS-Clubschauen.


Das letzte Gruppenbild meines B-Wurfes, bevor meine sechs Kobolde, in alle Himmelsrichtungen verstreut, ihre neuen Rudel fanden. 

Unterdessen ist meine Adele erwachsen geworden. Ende Oktober 2010 errang sie bei der Internationalen Hundeausstellung in Hannover in der Offenen Klasse das "Vorzüglich", dem zweimal "Sehr gut" bei früheren Ausstellungen vorausgegangen waren. Die tierärztlichen Untersuchungen ergaben ebenfalls gute Ergebnisse. Am 6. November 2010 erhielt sie die Zuchtzulassung.


In der letzten Februar-Woche 2011 traf ich mich mit Earl Oskar I. vom kleinen Kreisel in Wegberg. Er gefiel mir sofort als Vater meiner C-Wurf-Welpen, die - wenn alles gut geht - Ende April zur Welt kommen werden.


Da sind sie, meine drei C-Wurf-Welpen: Cleo (Mitte), Cäsar (links) und Camillo (rechts) kamen am 59. Tag meiner Trächtigkeit, nämlich am 24. April 2011 zur Welt. Soweit erkennbar, ist an ihnen alles dran, was zu richtigen Schapendoezen dazu gehört.

Adele ist es souverän gelungen. Mit dem tollen Camagis Svante als Vater, brachte sie am 20. Mai 2012 den Kobold-D-Wurf zur Welt: Zwei Rüden und zwei Hündinnen in schwarz und zwei Rüden und eine Hündin in schwarz-weiß. Ich bin sehr stolz auf sie - und ein bißchen neidisch. So ganz kann ich mich noch nicht an die Großmutterrolle gewöhnen. Aber meine Leute meinen, daß sie mir nicht einen vierten Wurf zumuten wollen. Trotzdem bleibe ich die Kobold-Chefin!


Die sieben D-Wurf-Kobolde an ihrem sechsten Lebenstag: Gut gesäugt, wachsen sie im Schlaf.

Adele brachte am 13. August 2014 den Kobold-E-Wurf zur Welt. Vater ist Cashew Shorty vom Schloßberghof: Ein Mädchen und fünf Jungen setzte sie in unsere Wurfkiste ab. Das Geburtsgewicht reichte von 370 bis 427 Gramm, also sehr stattlich. Und die E-Welpen steigerten ihr Gewicht in ihren ersten drei Lebenstagen wenigstens um 100 Gramm. Sie sind auf dem besten Weg, große Schapendoezen zu werden.

Voraussichtlich stellt der E-Wurf den letzten Kobold-Wurf dar. Aber es gibt ja noch Beltene Liam beim Walpurgistanz und Die Lucie bei den Rackern, die als meine Töchter noch für Nachwuchs sorgen. Nicht auszuschließen ist, daß in Zukunft noch andere unserer Kobold-Kinder in die Zucht kommen.

Was uns mit Kobolden verbindet

Neben meinem schwarzen und Aimo's schwarz-weißem Fell gibt es noch braun- und (junge) graufarbige Schapendoezen. Aber grün werden wir nur, wenn wir in einen solchen Farbtopf fallen - und das wünsche ich keinem. Rein äußerlich haben wir nun wirklich nichts mit Kobolden gemein. Aber mit den guten Hausgeistern, wie sie in uralten Legenden und Erzählungen beschrieben werden, verbindet uns ein Wesenszug: Wie schon 'mal erwähnt, sind wir sehr freundlich, intelligent, lern- und arbeitsfreudig. Entsprechend sind wir meistens gut gelaunt und erfüllen gern alle Aufgaben, die uns aufgetragen werden und erfüllbar sind. Aber es kann passieren, wenn man uns ärgert oder vernachlässigt, daß wir unseren Leuten Streiche spielen - ähnlich wie sich angeblich die Kobolde verhalten haben sollen.


Und so bin ich, wenn ich nicht 'rumtobe, vom Sturm zerzaust oder vom Regen durchnäßt werde. Auch wenn ich vielleicht nicht so aussehe, eigentlich bin ich ziemlich pflegeleicht. Ich muß nur alle vier Tage oder so 'mal ordentlich durchgekämmt werden. Die galanten Wellen in meinem Haar fallen ganz von allein. Und Angst müssen Sie auch nicht haben, daß ich über meine eigenen Füsse stolpere, weil ich nichts sehen könnte. Ich kann gut sehen!  Foto:         Marianne Happel